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Wissen · 6 Min. Lesezeit

Was kostet Virtual Staging? Die Zahlen im Vergleich zum Home Staging

Arrion · 12. August 2026

Die kurze Antwort: Virtual Staging kostet am Markt zwischen 15 und 150 Euro pro Bild, meist 30 bis 80. Klassisches Home Staging mit echten Möbeln kostet ein bis drei Prozent des Verkaufspreises. Zwischen diesen beiden Zahlen liegt ein Faktor von grob hundert — und trotzdem ist die Antwort nicht immer „nimm das Günstigere“. Hier sind die Zahlen und die ehrlichen Grenzen.

Was Virtual Staging ist — und was nicht

Beim Virtual Staging werden leere Räume digital eingerichtet: Möbel, Teppiche, Kunst und Licht werden in die Fotos oder in die Panoramen eines 360°-Rundgangs montiert. Der Interessent sieht, wie der Raum genutzt werden kann, statt auf weiße Wände und Bodenleisten zu schauen. Was Virtual Staging nicht ist: eine Renovierung. Schäden, dunkle Räume oder ungünstige Grundrisse verschwinden nicht — und sollten es auch nicht, dazu unten mehr.

Die Marktpreise

LeistungÜblicher Preis
Einzelnes Bild, einfache Möblierung15 bis 30 €
Einzelnes Bild, hochwertig30 bis 80 €
Bild mit Sonderwünschen, mehrere Variantenbis 150 €
Komplette Wohnung (5 bis 8 Räume)250 bis 500 €

Die Spannen erklären sich über den Aufwand: Ein gerader Raum mit einem Fenster ist schnell möbliert, ein Dachgeschoss mit Schrägen, Spiegeln und Gegenlicht nicht. Wer mehrere Designvarianten will — einmal Familie, einmal Paar ohne Kinder — zahlt pro Variante.

Der Vergleich mit echtem Home Staging

Die DGHR, der Branchenverband der Home Stager, hat über 1.500 Projekte ausgewertet: Das übliche Investment liegt bei ein bis drei Prozent des Verkaufspreises, und rund drei Viertel der gestagten Immobilien erzielen den Angebotspreis oder mehr. Bei einem Haus für 400.000 Euro bedeutet das 4.000 bis 12.000 Euro — für Möbelmiete, Transport, Aufbau und die Betreuung über die Vermarktungszeit.

Dafür bekommt man etwas, das Virtual Staging nicht leisten kann: Die Besichtigung selbst findet in eingerichteten Räumen statt. Virtual Staging wirkt im Netz, beim ersten Eindruck im Exposé und im Rundgang — genau dort, wo heute die Entscheidung fällt, ob jemand überhaupt zur Besichtigung kommt. Danach steht der Interessent im leeren Raum.

Die Kennzeichnung: kein Kleingedrucktes, sondern Verkaufstaktik

Virtuell eingerichtete Bilder müssen als solche erkennbar sein. Rechtlich, weil ein Exposé nicht in die Irre führen darf. Praktisch, weil die Enttäuschung sonst genau im falschen Moment kommt: bei der Besichtigung. Die sauberste Lösung ist das Vorher-Nachher-Paar — der leere Raum neben dem eingerichteten. Das nimmt der Visualisierung nichts von ihrer Wirkung und dem Interessenten jede Grundlage für den Vorwurf, getäuscht worden zu sein.

Wann sich Virtual Staging lohnt — und wann nicht

  • Lohnt sich: bei leeren Wohnungen und Neubauten, deren Fotos ohne Möbel austauschbar aussehen. Der Unterschied in der Klickrate ist der eigentliche Hebel — ein leeres Zimmer merkt sich niemand.
  • Lohnt sich: im 360°-Rundgang, weil der Interessent die Raumnutzung aus jeder Position sieht statt aus einem Blickwinkel.
  • Lohnt sich nicht: um Mängel zu kaschieren. Was die Besichtigung widerlegt, kostet mehr Vertrauen, als das Bild vorher aufgebaut hat.
  • Lohnt sich selten: bei bereits gut möblierten Objekten. Dort ist ordentliche Aufnahmetechnik das bessere Investment.

Einordnung für den Rundgang

Bei Arrion ist Virtual Staging ein Add-on zum 360°-Rundgang: Die leeren Panoramen werden eingerichtet, der Interessent läuft durch die möblierte Wohnung. Wie sich der Rundgang insgesamt auf die Vermarktung auswirkt, steht im Beitrag über Rundgänge für Immobilien.

Häufige Fragen

Was kostet Virtual Staging pro Bild?

Am deutschen Markt liegen die Preise je nach Anbieter und Aufwand grob zwischen 15 und 150 Euro pro Bild, die meisten seriösen Angebote bewegen sich zwischen 30 und 80 Euro. Für eine komplette Wohnung mit fünf bis acht Räumen werden meist 250 bis 500 Euro aufgerufen. Bei Arrion kostet Virtual Staging als Add-on zum Rundgang 25 Euro netto je Bild — im Premium-Paket ist es für Wohnungen ohne Außenbezug als Modul für alle leeren Räume enthalten, ohne Stückzahlgrenze (bei Haus und Gewerbe ist das Modul das Drohnenpaket). Den Preis für deinen Rundgang samt Staging stellst du dir im Angebots-Tool auf der Kontaktseite selbst zusammen.

Was kostet klassisches Home Staging im Vergleich?

Die Deutsche Gesellschaft für Home Staging und Redesign (DGHR) beziffert das übliche Investment auf ein bis drei Prozent des Verkaufspreises. Bei einer Immobilie für 400.000 Euro sind das 4.000 bis 12.000 Euro, dazu kommen Möbelmiete und Logistik über die Vermarktungsdauer. Virtual Staging kostet dagegen einen niedrigen dreistelligen Betrag für die ganze Wohnung.

Muss ich virtuell eingerichtete Bilder kennzeichnen?

Ja, und zwar deutlich. Ein Interessent, der bei der Besichtigung einen leeren Raum vorfindet, wo das Exposé ein eingerichtetes Wohnzimmer zeigte, fühlt sich getäuscht — zu Recht. Seriös ist ein Hinweis wie „visualisiert“ oder das Vorher-Bild direkt daneben. Das schützt rechtlich vor dem Vorwurf der Irreführung und praktisch vor geplatzten Besichtigungen.

Funktioniert Virtual Staging auch im 360°-Rundgang?

Ja. Die Möblierung wird dann nicht in ein einzelnes Foto montiert, sondern in die Panoramen des Rundgangs, sodass Besucher durch die eingerichteten Räume laufen. Das ist aufwendiger als ein einzelnes Bild, wirkt aber deutlich stärker, weil der Interessent die Raumnutzung aus jeder Position sieht.

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