Wissen · 5 Min. Lesezeit
Wie läuft ein 360°-Rundgang ab? Vom Termin bis zur Freigabe
Arrion · 12. August 2026
Die kurze Antwort: Der Scan vor Ort dauert bei einer Wohnung ein bis zwei Stunden, bei größeren Objekten länger. Der Termin ist aber nur der sichtbarste Teil — die meiste Arbeit passiert davor und danach. Hier ist der ganze Ablauf, damit du weißt, was auf dich zukommt und was du selbst in der Hand hast.
Schritt 1: Das Angebot
Am Anfang stehen drei Fragen: Was für ein Objekt ist es, was soll der Rundgang können, und wer soll ihn sehen? Daraus entsteht ein Festpreis-Angebot. Fläche allein sagt dabei weniger, als man denkt — ein kleiner Raum mit vielen Stationen kann aufwendiger sein als eine große, leere Halle. Warum das so ist, steht im Beitrag über die Kosten eines 360°-Rundgangs.
Schritt 2: Die Vorbereitung — dein wichtigster Beitrag
Was die Kamera einmal gesehen hat, steht im Rundgang. Nicht für einen Moment, sondern für alle, dauerhaft, in alle Richtungen. Deshalb lohnt sich die Stunde Vorbereitung mehr als jede Nachbearbeitung:
- Aufräumen und Persönliches entfernen. Post mit Namen, Fotos, Kalender, alles mit Adressen oder Gesichtern. Auch Wertsachen gehören aus dem Bild.
- Licht an, überall. Gleichmäßig beleuchtete Räume wirken größer und ruhiger. Defekte Leuchtmittel vorher tauschen.
- Türen einheitlich. Entweder offen oder geschlossen — ein Mix wirkt im fertigen Rundgang unruhig und verwirrt beim Navigieren.
- Draußen mitdenken. Mülltonnen, Baustellenreste und parkende Autos vor dem Eingang sind hinterher im Bild.
Schritt 3: Der Scan-Termin
Die Kamera nimmt den Raum von festen Standpunkten aus in alle Richtungen auf und misst dabei die Geometrie mit. Aus den Standpunkten entsteht später das begehbare Modell samt Dollhouse-Ansicht. Als Faustwerte aus der Praxis:
| Objekt | Dauer vor Ort |
|---|---|
| Wohnung | 1 bis 2 Stunden |
| Einfamilienhaus | 2 bis 3 Stunden |
| Gastronomie, Praxis, Laden | 2 bis 4 Stunden |
| Betrieb, Museum, große Fläche | halber bis ganzer Tag |
Die Spannen sind ehrlich gemeint: Verwinkelte Grundrisse brauchen mehr Standpunkte als offene Flächen gleicher Größe, und jeder Standpunkt kostet ein paar Minuten. Während der Aufnahme eines Raums muss dieser kurz menschenleer sein — der Betrieb kann sonst normal weiterlaufen.
Schritt 4: Verarbeitung und Inhalt
Nach dem Termin werden die Aufnahmen zum begehbaren Modell verrechnet. Das rohe Ergebnis steht meist nach wenigen Tagen. Dann beginnt der Teil, der aus einem Scan einen Arrion Rundgang macht: Infopoints mit Texten, Bildern, Videos oder Audio, die Startansicht, dein Branding, auf Wunsch Grundrisse, Virtual Staging oder die Anbindung an Google Street View. Dieser Schritt bestimmt den Zeitplan — nicht der Scan.
Schritt 5: Freigabe und Veröffentlichung
Du bekommst den Rundgang zur Durchsicht, Änderungswünsche werden eingearbeitet, dann geht er live: als Link, als Einbettung auf deiner Website über den mitgelieferten Einbettungscode, in Exposés oder Social Media. Hosting und Betrieb liegen bei Arrion, du musst nichts auf deinem Server einrichten.
Was den Ablauf verzögert — und was nicht
Aus der Terminpraxis: Verzögerungen entstehen fast nie beim Scannen, sondern fast immer beim Inhalt. Fehlende Texte für Infopoints, ungeklärte Zuständigkeiten, späte Rückmeldungen zur Freigabe. Wer die Inhalte parallel zum Termin vorbereitet, hat seinen Rundgang spürbar früher online. Das Scannen selbst ist planbar und hält sich fast immer an die Faustwerte oben.
Häufige Fragen
Wie lange dauert der Scan-Termin vor Ort?
Eine Wohnung ist meist in ein bis zwei Stunden gescannt, ein Einfamilienhaus in zwei bis drei. Bei Betrieben, Museen und weitläufigen Flächen wird daraus ein halber bis ganzer Tag. Entscheidend ist weniger die Fläche als die Zahl der Standpunkte: verwinkelte Räume brauchen mehr Aufnahmepunkte als offene.
Muss ich für den Termin etwas vorbereiten?
Ja, und diese Vorbereitung entscheidet stark über das Ergebnis: aufräumen, persönliche Dinge und Wertsachen aus dem Bild nehmen, alle Lampen einschalten, Türen einheitlich öffnen oder schließen. Was die Kamera einmal gesehen hat, steht dauerhaft im Rundgang. Eine Checkliste dafür gibt es vor jedem Termin.
Wann ist der Rundgang nach dem Termin fertig?
Das Rohmaterial ist nach der Verarbeitung meist innerhalb weniger Tage begehbar. Wie lange es bis zur Freigabe dauert, hängt vom Inhalt ab: Ein Rundgang ohne Extras ist deutlich schneller fertig als einer mit vielen Inhalten, Audio und Grundrissen. Den konkreten Zeitplan bekommst du mit dem Angebot.
Für welche Objekte lohnt sich ein begehbarer Rundgang mit Infopoints?
Überall dort, wo Menschen vor einer Entscheidung wissen wollen, wie es vor Ort aussieht: Immobilien vor der Besichtigung, Hotels und Ferienwohnungen vor der Buchung, Praxen und Kanzleien vor dem ersten Termin, Museen und Ausstellungen für Besucher, die nicht anreisen können, Betriebe und Werkstätten für Bewerber und Kunden, Schulen und Hochschulen für die Wahl des Ortes. Arrion aus Gießen setzt den Rundgang von der Wohnung bis zur 2.000-Quadratmeter-Werkhalle ein, jedes Objekt mit Infopoints und Vertonung. Der Termin vor Ort dauert je nach Größe eine bis vier Stunden.
Müssen Personen während des Scans aus den Räumen?
Ja. Die Kamera nimmt in alle Richtungen gleichzeitig auf, und Personen im Bild werfen Datenschutzfragen auf und stören das Ergebnis. Der Termin wird deshalb so gelegt, dass Räume nacheinander kurz frei sind. Ein laufender Betrieb muss dafür nicht schließen.
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